Wolfgang Klein

KleinWolfgang Wolfgang KLEIN – Nomen est Omen ?

Als wir im Juni 1990 das erste Treffen mit unserer zukünftigen Klasse hatten, war es nicht verwunderlich, daß er sofort jedem auffiel: noch nie hatte ich einen Jungen mit so überdimensional langen Wimpern gesehen! Daß er etwas kleiner war und dazu auch noch „Klein“ hieß, ließ jeden auf ihn aufmerksam werden. Schon bald merkte man jedoch: klein, aber oho!

Ein guter Grund dafür, die Annahme oben, „Nomen est Omen“, zu widerlegen, ist die Tatsache, daß dieser „Kleine“ ein „Alleskönner“ ist, und daß ihn darum sicher sehr viele Leute beneiden. „Auch wenn ein Guter jetzt auch mal einen Fehler gemacht hat.“ (Originalzitat von Herrn Kuhrig, während des 2½-jährigen Leidens im Mathe-LK).

Doch sein Können beschränkt sich bei weitem nicht nur auf den schulischen Bereich (ein Problem jedoch ist, daß er öfter mal behauptet, er sei ja so unglaublich schlecht in der Schule geworden. Also Wolfgang, vergiß das mal ganz schnell!): Früher war es der heißgeliebte Fußball (natürlich Fan von Bayer 04 Leverkusen), schoß er doch tatsächlich sein erstes Tor, als ich dabei war, welch eine Ehre!

Heute fiebert er fast jedem Baseball-Spiel der „Cleveland Indians“ im heimatlichen Amerika nach. Doch das mit der Meisterschaft beider Mannschaften hat zu seinen Lebzeiten bis jetzt ja noch nicht so ganz geklappt… Besonders stolz ist er auf das „C“ auf seinem 66-Trikot der „Monheimer Skunks“. Er ist zwar der Kleinste und auch Jüngste in seiner Mannschaft, doch trotzdem wurde er fast einstimmig zum „Captain“ gewählt. Vielleicht ist ein Autogramm von ihm in einigen Jahren ja viel wert, wenn er ein NHL-Spieler geworden ist…?!

Ein großer Wandel fand im Jahre `96 statt, als er für ein halbes Jahr nach Amerika ging, um dort unter anderem sein Können als Kleiner unter den Riesen des Basketball zu beweisen. (Ja richtig, im Basketball, auch wenn ihn viele seiner Mitspieler um mehr als einen Kopf überragten. Doch auch dies sollte keine Hürde für ihn sein, auf dem Weg nach „oben“.) Als er dann im Januar `97 zurückkam, konnte man ihn kaum wiedererkennen. Er hatte nicht nur einen gewaltigen Schuß in die Höhe gemacht, sondern war auch im Gegensatz zu vielen anderen irgendwie „erwachsen“ geworden. Besonders auffällig war dabei auch, daß man ihn kaum noch verstehen konnte, wurde das „R“ doch noch amerikanischer ausgesprochen als zuvor. Ebenfalls schlich sich sehr oft ein „Weißt Du?!“ in seinen Sätzen ein, die er wohl plötzlich nur noch auf englisch dachte und so ein „You know ?!“ wortwörtlich übersetzte.

Dank seiner Hartnäckigkeit, die bei ihm besonders groß ausgeprägt ist, hat er schon eine ganze Menge erreicht, denn setzt er sich einmal etwas in den Kopf, und scheint es noch so aussichtslos zu sein, dann wird alles darum gegeben, dieses Ziel zu erreichen. Auch weiterhin wird es so sein, sei es als NHL-Profi oder in einem anderen Berufsfeld, wenn er nur so bleibt wie er heute ist: Ein ganz Großer unter den Kleinen (auch wenn die Größe natürlich absolut nebensächlich ist!!!), der aufgeschlossen für alles und jeden ist, auf den man sich immer und überall verlassen kann und der mit seiner besonderen Art die Gabe hat, jeden zum Lachen zu bringen, hat er auch noch so schlechte Laune. Kurz: Wolfgang ist ein ganz toller Freund, auf den man auf keinen Fall verzichten will!!!

Daraus folgt: Nomen non est Omen!

Julie-Jules