Thomas Jaskula

JaskulaThomas Kneipenterrorist oder Humanist?

Thomas trägt das sogenannte Dr.Jekyll- und Mr.Hyde-Syndrom in sich. Eine magische Mixtur aus Hopfen, Malz und Wasser, die erst 1516 perfektioniert wurde, verwandelt bei falscher Dosierung den ansonsten friedlichen und allseits beliebten Stufenkameraden zu einem aggressiven, pöbelnden, dekadenten, … und stinkenden Berserker. In diesem Zustand neigt er dazu, abscheuliche, grausame und vor allem unüberlegte Taten zu vollbringen. Der dann von ihm gerne praktizierte Kneipenterrorismus ist ein furchtbares Beispiel für die verheerende Wirkung des Gebräus. Aus diesem Grund nehmen seine Gastspiele in Tavernen meist ein unfreiwilliges und plötzliches Ende. Zusätzlich verhindert das Elixier den Kontakt zu Frauen, da gut gemeinte Komplimente falsch aufgefaßt werden und die Konversation schließlich in einem Austausch wüster Beschimpfungen endet. Diese Extremfälle sind eher Ausnahme als die Regel. Bei richtiger Dosierung des Elixiers oder beim Verzicht darauf, werden seine Qualitäten deutlich. Seine Großzügigkeit und sein Organisationstalent sollten sich als sehr wichtig erweisen. Zum Wohle aller rauschfreudiger Mitschüler erklärte er sich bereit, in der elterlichen Wohnung das „Stufenalkoholzentrum“ (SAZ) einzurichten und als dessen Leiter zu fungieren. Bei Abwesenheit seiner Erziehungsberechtigten kam er seiner Verantwortung nach und erfreute seine Mitschüler mit unglaublichen Orgien. Auch außerhalb dieser dekadenten Vergnügungen ist die Versorgung mit köstlichem Gerstensaft gesichert. Im Zusammenhang mit dem steigenden Konsum mußte im Keller des SAZ das „Hotel Tomek“ eingerichtet werden, wo jeder nicht mehr zur Heimreise fähige eine Unterkunft für die Nacht fand. Um Außenstehenden einen Einblick in den Alltag des SAZ zu gewähren, möchten wir einige Beispiele für das wilde Treiben dort anführen. Wenn unser ehrbarer Leiter beginnt, die Biersilos für eine Orgie zu füllen, schauen seine Nachbarn mit Entsetzen in den Augen zu und bereiten sich auf schlaflose Nächte vor. In diesen Nächten hilft nicht mal das bewährte Schäfchenzählen. Die Nachbarn können sich allerdings durch heitere Ratespiele die Zeit vertreiben. Es ist zum Brauch geworden, anhand der verschiedenen Stimmen die Anzahl der Gerstensaftkultisten zu erraten, so dient das SAZ gleichzeitig zur psychischen und physischen Ausgeglichenheit und Wohlbefinden aller. Wir wollen auch die zerstörerischen Auswüchse der Orgien nicht verschweigen, besonders der Bier-Yeti und Don Chaos bewiesen ihr destruktives Talent. Ersterer in dummer und plumper Weise z.B. den Fernseher zerstörend, worauf der ehrwürdige Leiter nur bedingt reagierte, da er sich in einer nebulösen Lage befand (X: „Thomas der Fernseher ist kaputt.“ Thomas: „…ährglmnahahahahmmmm…“). Auf andere Erläuterungen von Eskapaden verzichten wir aufgrund des Jugendschutzes.

Thomas ist wirklich sehr talentiert. Aufgrund seiner Talente wird er wahrscheinlich der einzige von uns sein, der nie arbeitslos werden wird. Seine besonderen Fähigkeiten kommen immer öfter zum Vorschein. Das Eintreten von Türen und die Fähigkeit, als Gartenpflug zu fungieren (Mit seiner und der Hilfe zweier Benebelter ist es gelungen, eine breite Schneise in den elterlichen Garten des SAZ-Leiters zu ziehen, was allerdings eine Neusaat am nächsten Morgen unumgänglich machte) eröffnen ihm unter anderem eine Karriere in der Filmindustrie als Stuntman und in der Landwirtschaft als lebendiger Maschinenersatz.

Der Sport ist eine weitere Leidenschaft im Leben des Thomas J., die er genauso wie seine Arbeit konsequent verfolgt. Nicht einmal die Nachwirkungen von fragwürdigen Selbstversuchen mit dem Elixier können ihn davon abhalten, seine Pflicht zu erfüllen. Bedauerlicherweise hat er an den fatalen Nebenwirkungen der gefährlichen Mixtur zu leiden, so daß sein Ehrgeiz meist in einem Debakel endet.

Den Schlußsatz möchten wir nutzen, um uns für Jahre voller Exzesse, Freundschaft, jede Menge Spaß und gewonnene Lebenserfahrungen zu bedanken.