Patrick Lingenberg

LingenbergPatrickBericht über Patrick Burkhart Hans Hugo Leo Lingenberg

Patrick war klein, sportlich, sehr engagiert (Voltigieren, Leichtathletik, Tischtennis und Tennis), hat ziemlich viel kaputt gemacht und war ein Lausbub.

Seine Lieblingsgegenstände waren Steinschleudern, Spuckrohre, BMX- Räder, Pfeil und Bogen und Silvesterknaller. Bis zur 6. Klasse kletterte er auch gerne auf Bäume und seine Mutter war (schon) immer sehr besorgt um ihn.

Das ist heute anders : Patrick ist groß, stark, hat kein Bock mehr auf Sportvereine und ist ein halber Rastafari. Auf gewaltverherrlichende Spielzeuge steht er auch nicht mehr, sondern ist eher der Surf- Longboard- und Skateboardtyp auf der Suche nach good vibrations und abgespaceten feelings. Mittlerweile hat er auch seine Mutter (halbwegs) im Griff und kann fast selbständig entscheiden, was er will und was nicht.

Der Weg zu diesem goldenen Zeitalter war aber oftmals nicht leicht.

So mußten wir eine Phase regelmäßiger Selbstzerstörungsversuche miterleben. Es wurde im Laufe der Zeit zur Gewohnheit, daß Paddy ins Sojus kam, sich Kekse, Brot und Leitungswasser orderte und sich dann verabschiedete.

Die Findung seines (hoffentlich mal) endgültigen Musikgeschmacks war auch für alle Beteiligten eine schwere Sache. Wir können bis heute nicht die Tiefen seiner Gedankenverstrickungen erfassen, und können nicht verstehen, wie man innerhalb von nur vier Jahren von der Technoversion von La Cucaracha über Korn zu Bob Marley kommt. Es wird wohl für immer sein Geheimnis bleiben…

Apropos Musik: Eine seiner grandiosesten Eigenschaften ist die Tatsache, daß Patrick immer total „coole“ Kassetten dabei hat und er diese jederzeit unaufgefordert zur Verfügung stellt. Als Gegenleistung fordert er eigentlich nur Zigaretten, Kekse, Schokolade, Chips, Pizza, alle anderen eß- und trinkbaren Sachen und das (für ihn) kostenlose (und für uns langsam sehr teuer werdende) Nachhausegefahrenwerden.

Eine weitere Entwicklung dieser Zeit war die Ausreifung seiner Unzuverlässigkeit. War er früher noch halbwegs pünktlich (ca. eine halbe bis ganze Stunde zu spät), gelang es ihm, dies zu einer bis zwei Stunden aufzubauen. Richtig ausgefeilt wurde seine Unzuverlässigkeit durch einen gewissen D.M. aus B. (Stadtteil von M.a.R.) -> zwei bis drei Stunden zu spät !!!

Zur Perfektion (oder Perversion, ganz wie man es sieht) brachte er es allerdings, als er seine Lebensabschnittsgefährtin Marion B. aus M.a.R. kennenlernte und mit ihr zusammenkam. Jetzt brachte er Verspätungen, die alles andere in den Schatten stellen. Beispielsweise kam er zu drei Verabredungen (innerhalb von drei Tagen) überhaupt nicht (wohl gemerkt hat er nicht mal angerufen oder ähnliches). PERFEKTION, PATRICK !!!

Jedoch gibt es auch einige Erfolge zu verbuchen :

So gelang es ihm, seine drei Jahre alte Verschreibung für eine Brille endlich einmal einzulösen, und entwischte somit knapp der zuvor immer stärker einsetzenden Blindheit. Leider war das für ihn in der Fahrprüfung auch nicht von Nutzen (na ja, beim zweiten mal hat’s ja geklappt) !

Einige Fähigkeiten die Patrick besitzt könnten zwar noch besser ausgereift sein (z.B. etwas Kondition zum Skaten, anstatt nach 15 Minuten schlapp zu machen oder etwas Sensibilität, um zu merken, daß es mit dem ICH-KANN-DEINE-NERVEN-TOTAL-BELASTEN nach zehn Minuten wildestem Auf-dem-Tisch-Herumklopfens langsam reicht), aber das gehört halt zu ihm…..

PS: Don‘t drink too much if you can’t take it ……….

(Insider.)

Jonas Knüdeler und Fabian Tugendheim