Michael Rust

RustMichaelEin Leben auf großem Fuß

Es ist äußerst schwierig, einen umfassenden Bericht über Michael zu verfassen, da man den eisernen Abstinenzler außerhalb der Schule kaum zu Gesicht bekommt. Anstatt sich mit seinen rauschfreudigen Mitschülern den Genüssen des Lebens hinzugeben, verbringt er seine Freizeit mit für ihn sinnvolleren Aktivitäten. Der wilde Lebensstil ist ihm aber nicht unbekannt, bevor er durch eine außerkirchliche Organisation Erleuchtung fand, war er gewissen Substanzen nicht abgeneigt. Heutzutage befriedigt er seine Bedürfnisse unter anderem mit Sport. Er spielt Tischtennis und ist ein ziemlich erfolgreicher Basketballspieler, hierbei kommt ihm seine enorme Körpergröße zugute. Aufgrund seiner körperlichen Ausmaße und seinem scheinbar ruhigen Wesen wird er von vielen für einen sanften Riesen gehalten. Aus sicherheitstechnischen Gründen wollen wir dieses Bild korrigieren. Starke Penetration von Seiten ungeliebter Mitschüler kann zur Entfesselung des tief in ihm schlummernden Tieres führen. Seine gewaltigen Gehwerkzeuge dienen ihm in solchen Fällen als tödliche Waffen. Diese leidvolle Erfahrung mußte Defan Siarski (Name vom Verfasser geändert) als erster machen. Vor den Augen einer staunenden Menge zertrümmerte Michael durch eine Reflexreaktion den Arm des Opfers, was zum stürmenden Beifall und allgemeiner Erheiterung führte. Die Erziehungsberechtigten teilten diese Begeisterung jedoch nicht, zum Staunen brachte es sie aber allemal (Zitat: „Was!?, er hat soooo große Fisse?). Michael besticht nicht nur durch seine Größe, Sportlichkeit und kompromißlose Konfliktlösung, sondern auch durch sein enormes Wissen, was Kinofilme und Computerspiele betrifft. Wenn man ihn kennt, muß man keine teuren Computerzeitschriften kaufen oder unnötig Geld für Kinobesuche ausgeben. Michael ist ein wandelndes Medienlexikon. Die Verbreitung diesbezüglicher Weisheiten führt aber auch zu unglaublicher Penetration der Tischgenossen. Eine weitere Leidenschaft im Leben des Michael R. ist das Essen, welcher er überdurchschnittlich häufig nachgeht. In Anbetracht seines enormen Wuchses wäre es jedoch falsch, ihn als freßsüchtig zu betrachten. Man sollte diese Leidenschaft allerdings nicht verharmlosen. Seine Besuche reißen tiefe Löcher in das Haushaltsbudget des bedauernswerten Gastgebers und bringen diesen oftmals zur Verzweiflung.

Wir hoffen einen einigermaßen informativen Einblick in das Leben eines Mitschülers gewährt zu haben, der wenig von sich nach außen dringen läßt, aber dennoch in unserer Stufe nicht fehlen sollte.