Marcel Busch

BuschMarcel Ein wahrer Hitdorfer, wer kann das nur sein,
Er wohnt genau wie ich in Hitdorf am Rhein.
Marcel Busch ist der Freund, den ich meine,
Mit dem ich wie in alten Zeiten zusammen lachen und weine.
Heute quatschen wir schon mal bei einem Glas Bier
(oder zwei oder drei oder vier…)
Über solches und welches oder dieses und jenes,
Was sich hier bei mir, oder sonstwo des Weges
zugetragen hat.

Ich kenne ihn seit meiner Grundschulzeit, in der wir viele witzige Sachen machten, wie z.B. den alten Hausmeister hänselten oder zusammen mit „Dr. Mabuse“, der immer am Skelett rumfummelte, hochwissenschaftliche Theorien aufstellten, die wir dann am lebenden menschlichen Körper (sei es an meinem, Marcels oder anderen corpora delicti) in einer sogenannten „Pferdeoperation“ (dies werden sicherlich nur Insider verstehen!) zu beweisen versuchten. Dieses Operationsteam (welches übrigens als das erfolgreichste seiner Zeit in ganz Hitdorf galt und unter der Leitung von „Dr. Mabuse“, sowie von Prof. Dr. Dr. med. vet. Lambertz und Prof. Dr. med. Schumacher durch hervorragenden Teamgeist und starke Kooperation bestach)… – Na ja, wie auch immer. Ich habe aus dieser schönen alten Zeit nicht nur gelernt, wie Marcel und ich im Verkehrsunterricht Stoppschilder überfuhren und uns manchmal weigerten, den Anweisungen der Lehrer zu spuren, nein, ich habe auch gemerkt, was es bedeutet, einen Freund zu haben, mit dem man durch dick und dünn gehen kann (und dies nicht nur bei irgendwelchen äußerst schwierigen „Operationen“).

Von diesem Exkurs der Grundschulzeit zur „harten Realität“ der OHG-Zeit sind mittlerweile rund zehn Jahre vergangen und es scheint immer noch so, als sei die Zeit stehengeblieben und uns allgegenwärtig, so daß wir gerade noch an unseren hochwissenschaftlichen Theorien arbeiten (oder etwa schon fertig sind?) – Ist ja auch egal, heute schreiben wir das Jahr 1999 und wie es scheint, hinterfragt doch jeder noch irgendwas, das er sich nicht erklären kann (sei es in Bereichen des alltäglichen Lebens, wie z.B. die banale Frage „Wie mache ich als Hausfrau und Mutter meinem Bub‘ auf verständliche Weise klar, daß die Nitrosamine auf der Pizza auf die Dauer karzinogen sind?“ (dies wäre wohl „alltäglicher“ Klatsch beim Kaffeekränzchen unter den Damen, als wahrscheinlich zukünftige Mütter).

Aber Spaß beiseite: Egal, an welchen Theorien wir arbeiten, fast alles mache ich mit Marcel zusammen. Erwähnenswert wären hier diverse Festivitäten, bei denen es oftmals heiter hergeht. Berühmt-berüchtigt ist (zumindest unter den Hitdorfern) der „Hitdorfer Abend“, der gewöhnlich beim Gerd (sprich: Jecht) in der „Kultkneipe“ „Em Schokker“ stattfindet. Dort tauschen wir uns auch schon mal über diverse Dinge des alltäglichen Lebens aus und stellen immer wieder mit Erstaunen fest, „In Hitdörp is jet loss!!!“ (z.B. werden oft Leichen aus dem Hitdorfer Hafenbecken „gefischt“, was jedoch leider schon zum Alltag der Hitdorfer Bürger gehört. Das fast alljährliche Hochwasser ist nahezu die größte Katastrophe. Aber darüber kann man am besten selbst von Marcel persönlich erfahren, denn nur er kennt meist genauere Hintergründe und aktuelle Informationen!)

Seine Vorlieben und Interessen liegen besonders in recht vielfältigen Bereichen und ich kann schon fast sagen, daß er ein wahres Multitalent ist (ungelogen!!!). Als „Hobbyhistoriker“ (hier als Fachgebiet die Paläohistorik) und als „Parteienforscher“ (hier besonders die Grundlagen der APPD) kann nur jeder, der irgendwas von Geschichte versteht (wie z.B. Herr Fries oder Frau Lüth) sich „eine Scheibe von abschneiden“ – es ist wirklich erstaunlich! Eine weiter Leidenschaft, die leider manchmal Leiden schafft ist diejenige des Bierverzehrs (in Fachkreisen auch als „ethanophile Eigenschaft“, also „alkoholliebende Eigenschaft“ bekannt). – Aber auch ich gestehe diese Eigenschaft jedenfalls nicht immer 100% unterdrücken zu können, hahah!

Die Vorliebe fürs Segeln entwickelte er schon zu der Zeit, als manche Kinder wahrscheinlich noch nicht einmal gewußt haben, was ein Segelboot ist und somit habe ich auch manch schönes Stündchen mit ihm in Bötchen „auf’m Vatter Rhein“ verbringen können.

Eine andere eher musikalische Leidenschaft von Marcel ist das Gitarrespielen. (Wie oft habe ich diesen wundervollen Klängen gelauscht oder habe gar selbst zu alten Liedern mitgesungen, die wir früher so oft bei Herrn Krämer gesungen haben (z.B. „What shall we do with the drunken sailor?“ (Übrigens: Marcel, hoffentlich müssen wir uns diese Frage nicht so oft bei Dir stellen!) oder „Alle, die mit uns auf Kaperfahrt fahren…“ –Nee, war dat lustig!“)

Zu seiner Kleidung kann man vielleicht geteilter Meinung sein, jedoch liegt sie vollkommen im Trend und ist modisch von keinem Chefdesigner der Welt nachzumachen (auch nicht von Karl Lagerfeld! Dann schon eher Karl Nagel!!!)

Ich kann nur sagen, dass Marcel eine lustige Persönlichkeit ist, mit der man allen Spaß der Welt haben kann. Außerdem kann er einem sehr gut zuhören und findet oft für jedes Problem eine (kreative) Lösung.

Jan Lingenover