Jennifer Kümmerle

KuemmerleJennyJenny Kümmerle:

Ich hoffe wir bleiben´s noch viele Jahre – Freundinnen!

Es ist schön, Dich zu kennen, mit Dir zu reden oder auch Musik zu hören, sogar schweigen war nie peinlich zwischen uns. Heucheln und Lügen ist sinnlos, weil wir uns fast wie Glas durchschauen. Wir machen uns schon lange nichts mehr vor. Du hast in meinem Arm geweint (und umgekehrt) , die letzten Zweifel ausgeräumt (oder auch nicht). Dich nicht zu mögen ist nicht leicht… Ich les in Deinen Gesten, freu mich, wenn Dein echtes Lachen klingt, die Brücke zwischen uns ist gnadenlos belastbar, und das ist gut so!

Kennengelernt habe ich Jenny 1996, als wir durch Zufall gemeinsam in ein vorderasiatisches Land gereist sind, um dort eine beinahe fremde Welt kennenzulernen und dabei viel Spaß zu haben. Und den hatten wir, also beschlossen wir das selbe Land knapp 1,5 Jahre später erneut zu besuchen. Die 2. Fahrt wurde zu etwas Besonderem, denn spätestens dort wurde mir klar, was für Qualitäten Jenny Kümmerle K.S. besitzt: Man kann stundenlang mit ihr über diverse Themen reden, sei es einerseits bei dem ernsthaften Versuch tierische Probleme zu bewältigen, oder andererseits dem Verhalten anderer Leute auf den Grund zu gehen und sich dabei manchmal köstlich zu amüsieren (u.a.).

Doch sie ist nicht nur von Israel (sie war schon drei Mal dort und will 2000 wieder hin), sondern auch von Prag und Holland (besonders von Ameland) fasziniert. In Prag scheint sie verschiedene Tee-Läden, die Karlsbrücke und andere Ecken der Stadt genauestens zu kennen. Holland hingegen wurde einst mit Freundinnen, später mit Freund und Co besucht, und ist auch nach dem Abi (und zwar sofort am 06.Juni – dankeL ) eines ihrer Reiseziele. Dann nämlich packt sie ihre Pferde ein, um anschließend am Strand entlang galoppieren. Diese einhufigen, pflanzenfressenden Vierbeiner öffnen für Jenny sowieso ein eigenes Kapitel: Hermann und El-Paso zählen neben Boxerhündin Janka zu ihrem Ein und Alles. Diese Liebe wurde für einige bereits recht offensichtlich, als sie sich in Jordanien einen Araberhengst (?) mietete und uns allen nach einem „völlig“ schönen Tag in Petra von dannen ritt. Neben dem Reiten hat sie vor einigen Jahren gefochten, ist dann beim Basketball gelandet, hat jedoch mit beidem wieder aufgehört und „betrieb“ letzten Endes Rudern als Schulsport. Anfangs durfte sie das Privileg genießen im „Herren“-Vierer mit zu rudern. Nach diesen Strapazen mußte sie zu ihrem Leidwesen in einen Damen-Vierer wechseln, was ihr doch neben einigen kleineren Ärgernissen aufgrund der (In-)Kompetenz anderer am Ende auch Spaß zu machen schien. Sie ist zwar kein „richtiger“ Sportler, doch gilt heutzutage bei ihr beinahe Alkoholabstinenz (wenn etwas getrunken wird, dann aber „mit Würde“), auch wenn es Zeiten gab, in denen sie ein wenig blau aus Versehen die Kellertreppe hoch und (rückwärts?) wieder runtergerannt ist. Ein weiteres Merkmal, das Jenny kennzeichnet ist ihre streng kontrollierte vegetarische Kost. Ihrem Kommentar: „Iiih, wie kann man nur totes Tier essen?!!“ mit daran anschließenden Diskussionen entkommt man dabei nur schwer. Neben mißlungenen Überredungsversuchen hinsichtlich der Nahrung, gelang es ihr jedoch auf einem anderen Gebiet, ihre Hartnäckigkeit durchzusetzen. Es geschah einst, daß sie am Ende eines Sojusabends wieder hellwach und unternehmungslustig wurde. Es war 0.30h, sie wollte unbedingt in die Disko – also suchte sie sich einen ebenso „Verrückten“ und redete gnadenlos auf eine totmüde, unmotivierte bzw. „schüchterne“ Person ein. Wir fuhren um eins zu dritt los. Im Nachhinein kann man ihr deshalb nicht einmal böse sein, da es total schön wurde, und mit dieser ungeplanten Aktion der Anfang einer Art „Diskogemeinschaft“ gebildet wurde, die hoffentlich nicht sofort nach unserem Abi auseinander bricht!

Abschließend möchte ich Dir, Jenny, für Dein Germanistik- und Geschichtsstudium in Köln alles Gute wünschen. Ich hoffe Du hast bald Deinen Führerschein, kannst Dir irgendwann Deinen Traum vom Porsche erfüllen, und lädst mich dann zu einer Spritztour ein. Also, ich hoffe wir bleiben noch lange gut befreundet, denn ich habe Dich verdammt gern!!! (s.o.)

P.S.: Auch wenn es andere Leute behauptet haben: Ich bin und war noch nie ein Hase!

(Ramona)