Ilona Brall

Ilona Brall: Die schöne Blonde hat’s geschafft!

BrallIlonaIlona Brall hat es doch tatsächlich geschafft, trotz Vorurteile ihrer blonden Haare wegen, diese lange, manchmal auch schwierige Schulzeit zu überstehen.

Es fing alles ganz normal mit Gummitwistspielen an, doch dann wurde es ernst. Gestraft mit Geschichtslehrern, die Geschichte(n) erzählen, welche jedoch ohne Inhalt war(en), oder auch mit einem Deutschlehrer, der im Finden neuen, interessanten Lehrstoffes nicht sehr einfallsreich war, schlug sich Ilona mutig durch die Stufen und faßte folgenden Entschluß: Sie mußte dem letztgenannten Lehrer auf sichere Weise entfliehen.

Deshalb entschied sich Ilona, sechs Stunden die Woche mit Kafka, Eisessen und übermäßig vielen Freistunden zu verbringen. Da war ihre Pilzzucht im Bio-LK schon etwas interessanter, zumindest für uns Bankgenossinnen. Der Pilzbefall, ausgelöst durch einen neumodischen, blauen undefinierbaren Fussel-Feder-Ring (er ist Euch sicher allen aufgefallen!), fing am Finger an und verbreitete sich aufgrund guter Nahrung, nämlich roher Möhrenscheiben und Vanillejoghurt, am ganzen Körper (Am nächsten Tag trug Ilona ein Shirt mit Fellkragen.). Nicht nur für den Pilz, sondern auch für die Bankgenossinnen war Wasser sehr wichtig, um die scheinbar ewig dauernden Biologiestunden zu überstehen. Doch die gefüllte Gerolsteiner Mineralwasserflasche (Ups!… – ein bißchen Schleichwerbung ist immer gut!) entpuppte sich als nur mit Leitungswasser aufgefüllte Mehrwegflasche. Aber das hat ja noch keine harte Schülerin umgehauen. Ansonsten war Ilona immer sehr großzügig und versorgte ihre Mitschülerinnen mit Nahrung oder auch mit Hausaufgaben, falls sie sie gemacht hatte.

Im Bio-LK hat sie sich nicht von Herrn Saller beeinflussen lassen, sondern lebte ihr Leben mit allen Sünden weiter – eine davon gehört in die Raucherecke. Ich konnte sie in diesem Punkt leider auch nicht beeinflussen.

Ich hoffe übrigens, daß Du, Ilona, endlich Deine Zettelsammlung ordentlich ins Heft übertragen hast! Die Titanic dürfte sie jedenfalls nicht davon abgehalten haben, da Ilona sich gesträubt hat, ihre kostbare Zeit für diesen „kommerziellen Mist“ zu verschwenden. Die so gesparte Zeit verbrachte Ilona lieber mit ihrem Märchenprinzen, den sie bereits vor einigen Jahren in der Schule kennengelernt hatte. Also scheint Schule doch für etwas nützlich zu sein!

Nun, Ilona, nach einer Freundschaft mit Höhen und Tiefen, also des Miteinanderredens und manchmal kein-Wort-miteinander-Wechselns wünsche ich Dir für die Zukunft alles Gute. Auf daß wir uns in einigen Jahren – hoffentlich nach Erfüllung all unserer Träume – wiedersehen!

Deine Friederike (Freddy)