Christian Spaan

SpaanChristianChristian Spaan

Mal angenommen, man kenne Christian Spaan nicht persönlich, sondern nur durch Beobachtungen seines Verhaltens, so wäre der erste Eindruck wohl eindeutig: „Was ist das denn für einer? Ist der denn völlig Banane?“

Auch wenn es sich hierbei um eine Fehlinterpretation seines Verhaltens handelt, bleibt dieser erste Eindruck dennoch verständlich: denn wie sollte man es sonst auslegen, wenn eine Person nicht nur in aller Öffentlichkeit den berühmten „Sitzen-meine-Kontaktlinsen-richtig“-Test durchführt (man bedecke die Augen abwechselnd mit der Hand und kontrolliere kurz die Sehfähigkeit- Vorgang mehrmals wiederholen). Nein, diese Person bringt es auch fertig, das Zähne putzen derart zu ritualisieren, daß er sogar mitten in London (Nähe Camden High Street) seine Zahnbürste auspackte, um die am Morgen vergessene Zahnpflege nachzuholen.

Ebenfalls die Tatsache, daß Christian mindestens ein Kleidungsstück am Körper trägt, daß wenigstens ein kleines Löchlein aufweist (es sei denn, es handelt sich um das berühmte Tuffi-T-Shirt), macht den ersten Eindruck verständlich.

Christian ist außerdem die wohl einzige Person auf dieser Welt, deren Lieblingslektüre ein Fremdwörterlexikon ist.

Die anfangs aufgestellte Bewertung „völlig Banane“ ist demnach tatsächlich oft passend. Aber das ist nur die halbe Wahrheit.

Wie sonst läßt sich erklären, daß es möglich sein kann, im Deutsch-Lk Kursbester zu sein, ohne jemals (bis auf wenige Ausnahmen) ein Buch im Unterricht mitgelesen zu haben. Dieses Phänomen ist wohl auf seine anscheinend doch recht hoch einzustufende IQ-Kurve zurückzuführen. Doch sein verstecktes Talent wurde in der Vergangenheit nicht von jedermann honoriert: erst ein Gk-Deutsch (bei Hz) mit der Note „mangelhaft“ führte zu einer Umwahl von Lk-Physik zu Lk-Deutsch!

Seine Fähigkeit, zu argumentieren kommt ihm allerdings nicht nur in der Schule, sondern auch im richtigen Leben zugute, besonders wenn er es schafft, völlig unmotivierte Menschen mit simplen, aber immer passenden Argumenten für die von ihm geplanten Aktivitäten zu begeistern (sein Lebensmotto: „Man ist nur einmal jung!“).

Christians sportliche Karriere dagegen hatte bisher unter diversen Verletzungen zu leiden. Doch das weibliche Geschlecht verlangt weiterhin nach einem durchtrainierten Körper, so daß es ihn ohne lange Pausen immer wieder in die Turnschuhe hineinzieht (und es scheint sich zu lohnen– recht häufig hört man die Mädchen von seinem Bizeps schwärmen). Basketballprofi wird er wahrscheinlich nicht mehr werden. Spätestens nach seinem bekannten Mega-Schrittfehler sieht er diese Sportart als die (ruhige) Seite seines Ausgleichs für das Krafttraining an.

Die andere (gar nicht mal so ruhige) Seite ist seine Vorliebe für die Musik. Wenn die Musik auch sein Leben mit viel Freude bereichert hat, so erlebte er in diesem Bereich ebenfalls sein bisher größtes Unglück: als ihm irgendwelche Idioten im Sojus 7 seine liebsten CDs geklaut haben, machten sie ihn zu dem wohl traurigsten Menschen auf dieser Erde. Er sah keinen anderen Ausweg und begann daher selber mit dem Musizieren als Schlagzeuger!

Es wird übrigens vermutet, daß eine gewisse Familie namens „Rudolph“ (seine Nachbarn!) ihm die CDs entwendet haben, um seine Stereoanlage endgültig zum Schweigen zu bringen.

So häufig, wie die Rudolphs in der Vergangenheit Kontakt mit Christian aufgenommen haben (über die Haustüre, den Balkon, die Eltern, durch Briefe, dem Telefon und durch die Polizei…) müßte man ja eigentlich meinen, daß diese Familie ein prima Verhältnis zu Christian hat…

Doch da sich dies bei genauerer Betrachtung als Irrtum herausstellt, werden wir Dir in Zukunft natürlich weiter behilflich sein, in Form von lauter Musik gegen sie anzukämpfen.

Wir hoffen, daß Christian nicht durch verspätetes Erscheinen bei der Verteilung dieser Abi-Zeitung unsere Bemühungen betreffend dieses Artikels zunichte macht!

Nicht ohne Grund ist eines seiner Lieblingslieder „Zu spät“ von den Ärzten…

Mario Kyriasoglou & Sandro Selmi